KI-gestützte Falluntersuchung
Die KI-gestützte Falluntersuchung bewertet Warnungen automatisch, bevor sie den Compliance-Spezialisten erreichen, und wandelt sie in eine begründete Voranalyse um. Der Analyst blickt nicht mehr auf einen leeren Bildschirm, sondern auf einen bereits ausgewerteten und interpretierten Fall.
Das Problem: Zeitaufwand bei der Untersuchung
Sobald ein Fall auf dem Bildschirm erscheint, führt der Analyst meist dieselben Schritte aus: Er vergleicht IP-Adressen, durchsucht Protokolle, prüft die Kundenhistorie und versucht, sich an ähnliche Fälle zu erinnern. Diese Vorbereitung dauert oft länger als die eigentliche Untersuchung – und am Ende entpuppt sich der Großteil der Fälle als Fehlalarm.
Angesichts knapper Prüfzeiten führt dies direkt zu einem Kapazitätsproblem.
Was beinhaltet die Voranalyse?
Truvali prüft jede Warnung vor dem Analysten und bewertet Folgendes:
- Welche Regel ausgelöst wurde und welche Daten zu diesem Ergebnis geführt haben.
- Ob das bisherige Verhalten des Kunden mit dieser Transaktion übereinstimmt.
- Ob IP-, Geräte- und Standortmuster mit den gewohnten Mustern übereinstimmen.
- Wie ähnliche Fälle in der Vergangenheit gelöst wurden.
- Den Kontostatus, den Risikoscore und eventuelle Treffer bei Screenings.
Das Ergebnis ist kein unübersichtlicher Protokollberg, sondern eine verständliche Bewertung: „Diese Transaktion hat die Limitregel von 5.000 TL ausgelöst. Unter Berücksichtigung der bisherigen IP-Muster, des Branchenverhaltens und der Gerätehistorie des Nutzers handelt es sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Fehlalarm.“
Die Entscheidung verbleibt beim Menschen
Die Voranalyse ist eine Empfehlung, keine Entscheidung. Der Compliance-Beauftragte liest die Bewertung, fügt seinen regulatorisch erforderlichen Kommentar hinzu und schließt den Fall. Eine Untersuchung, die sonst Stunden gedauert hätte, wird kontrolliert auf wenige Minuten verkürzt.
Für risikoarme oder bereits aus demselben Grund bearbeitete Fälle kann ein Schließen mit einem Klick vorgeschlagen werden; dies unterliegt jedoch weiterhin dem Maker-Checker-Prinzip.
Warnungszusammenfassung und Abfragen in natürlicher Sprache
Für jede Warnung wird anstelle eines technischen Protokollauszugs eine schriftliche Zusammenfassung erstellt. Zudem können Sie dem System Fragen in natürlicher Sprache stellen: Abfragen wie „Welche drei Regeln haben heute die meisten Warnungen erzeugt?“ werden direkt beantwortet, ohne dass ein Bericht angefordert werden muss.
Das Modell läuft lokal in Ihrer Infrastruktur
Diese Analysefunktion arbeitet, ohne Kundendaten an externe Cloud-Dienste zu senden. Fallinhalte, Kundenhistorie und Transaktionsdetails verbleiben vollständig in der eigenen Infrastruktur des Unternehmens.
Die Vorteile für Ihr Unternehmen
- Reduzierung der Bearbeitungszeit pro Fall.
- Schnellere Aussortierung von Fehlalarmen, wodurch mehr Zeit für tatsächliche Risiken bleibt.
- Konsistente Bewertungen über das gesamte Analystenteam hinweg.
- Schriftliche und auditierbare Dokumentation der Entscheidungsbegründung.
Häufige Fragen
- Schließt die KI Fälle eigenständig?
- Nein. Die Voranalyse ist eine Empfehlung. Die Entscheidung trifft der Compliance-Beauftragte, der auch seinen eigenen Kommentar hinzufügt. Bei risikoarmen Fällen kann ein Schließen mit einem Klick vorgeschlagen werden, was jedoch ebenfalls einem Genehmigungsprozess unterliegt.
- Können wir die Begründung der Voranalyse einsehen?
- Ja. Es wird klar dargelegt, auf welchen Signalen die Bewertung basiert: ausgelöste Regel, Kundenhistorie, IP- und Gerätemuster. Dies ermöglicht es, bei Audits die Entscheidungsfindung lückenlos nachzuvollziehen.
- Werden Falldaten an einen externen KI-Dienst übermittelt?
- Nein. Die Analyse läuft lokal in der eigenen Infrastruktur des Unternehmens. Kundendaten, Transaktionsdetails und Fallinhalte werden nicht an externe Cloud-Umgebungen übermittelt.